Woi-Geister Sitzung – glanzvoll mit vielen Höhepunkten

Text/Bilder: Peter Diez

Die Fastnacht in den Sitzungen der Woi-Geister hat immer wieder die verschiedensten Facetten.

Ein vierfarb-bunter Mix von fliegenden Beinen, mitreisenden Liedern, dem humorvoll literarischen Part, herzerfrischenden Kokolores und karnevalistische Akrobatik begeisterten auch in diesem Jahr die Sitzungsbesucher, die mit großen Erwartungen kamen und den Woi Geistern die Ehre gaben.

Ohne einen oder mehrere Akteure schmälern zu wollen, die alle von dem Ziel beseelt sind, beste Fassenacht zu vermitteln, so hat in dieser Kampagne mit einer beispiellosen karnevalistischen und humoristischen Moderation und Show, Woody Feldmann, den berühmten Vogel abgeschossen.

Das war eine einzigartige Spitzenleistung, die weit und breit nur wenig Nachahmer findet. Geisterparty war das Thema und sie brachten das Geisterschiff schwer ins Schwanken, was auch den ganzen Saal buchstäblich von den Stühlen riss.

Das Publikum kam aus der Bewunderung nicht heraus und dankte mit dem Schlachtruf “Woi-Geister” und enthusiastischem Beifall.

Aber auch die übrigen Darbietungen der vierfarbbunten Fastnachtssitzung fanden großen Gefallen. Zunächst das Vorspiel der Geister-Fassenacht am Hauptfriedhof untermalt von der modernen Tanzdarbietung des Ballett Floor No. 4. (Trainer Sven Thiedig) Welche in Rokoko-Kostümen zu Michael Jackson Hits eine unnachahmliche Show boten. (Geisterfastnacht: Duo Harald Kauth und Werner Hartmann)

Danach das Ritual des Einzuges und die Licht-Show der Mutter aller Garden, der Ranzen-Garde, welche die Narrhalla gleich auf die erhöhte Betriebstemperatur brachten, die für eine gute Sitzung nötig ist.

Nach dem Defilee der Mainzer Ranzengarde wusste Woody Feldmann ein bekanntes Gesicht in AKK anzusagen: “De Begge Peter” Peter Beck. Sein Programm war erkennbar auf die Woi-Geister und ihr Publikum zugeschnitten und endete als Duo-Programm mit Moderatorin Woody Feldmann. Für eine muntere Einstimmung war gesorgt.

In einem mitreißenden Tanz als Paradies-Vögel in tollen Kostümen gefiel die Tanzgruppe „Fuego”, die von Simone Luis einstudiert und betreut wird. Ein schwungvoller Tanz, akkurat und mit tollen Schrittkombinationen.

Noch einen Volltreffer haben die Woi Geister in ihrer 2. Kampagne gelandet: Andy Ost, Shootingstar der Meenzer Fastnacht in des letzten Jahrzehnts, berichtete von den Problemen mit welchen sich ein junger Vater zweier Töchter rum schlägt. Seine Parodien im Herbert Grönemeyer-Stil werden vor allem von den Närrinnen geliebt. Der Schlachtruf “WoiGeister” war ihm gewiss, mit der Aufforderung des Auditoriums um Zugabe.

Nächster besonderer Punkt der Sitzung, die LED Schwarzlichtshow des Balletts Glühwürmchen des TTC Ginsheim, die mit ihren “verrückten Hühnern” das Publikum verzauberten, Idee und Trainerin Katharina Bleydel.

Detlev Schönauer Comedian aus dem Saarland philosophierte über Dialekte in Deutschland, vom Hessischen zum Sächsischen, nahm dabei auch kein Lästern über den eigenen Saarländischen Dialekt aus.

Die Leiterinnen des Männerballetts Mann o Mann, Siggi Knab, hatte musikalisch, akrobatisch, tänzerisch eine glänzende Power-Koch-Show zusammengestellt, wie man sie in AKK noch nicht erlebt hat. Dies war natürlich der absolute tänzerische Höhepunkt einer Sitzung, die überaus reichlich Tanzdarbietungen bot.

Ramon Chormann als „Pälzer” erzählte den Anwesenden von Schlappmauls-Elvira, forderte von der Kapelle einen anderen Tusch. Woody Feldmann lies sich nicht bitten und holte musikalisch und tänzerisch das Letzte aus dem Pälzer heraus. Das närrische Publikum war aus dem Häuschen und verabschiedete einen routiniertes und gesangsversiertes Duo Ramon Chormann und Woody Feldmann mit Standing Ovations.

Standup-Comedy, das ist das, was die Woi-Geister auch in diesem Jahr wieder attraktiv machte.

Woody Feldmann leitete dann nach gut 5 Stunden über, zum Finale in grenzenloser Fröhlichkeit und Begeisterung. Die Mainzer Hofsänger betraten die Bühne zum Hofsängerfinale mit nicht üblichen Gesangsnummern wie “We are the Champions”, dass “Sassa” und “So ein Tag” nicht fehlen durften erklärt sich von alleine.

Mitten unter den Hofsängern, eine unverkennbare Stimme, Woody Feldmann im Hofsängerkostüm.

Beim Auszug sangen die Woi-Geister und ihre Gäste auf den Hit “Highway to hell” “Uff’m Haamwech werds hell.” So endete eine Karnevalistische Veranstaltung welche als Meilenstein in die moderne AKK Fastnacht eingehen wird.

Die Woi-Geister boten auch in diesem Jahr ein Programm ohne Bremsklötze und Warteschleifen. Dafür mit Highlights, die Akzente setzten.

Die kurzweilige Karnevalsshow hatte alles, was das Narrenherz begehrt: alte Hasen und junge Hüpfer, süffige Comedy und feinherbes Lokalkolorit, Klassiker und Modernes.

Alles garniert von viel Tanz und Musik in einer üppigen, straffen und erfrischenden Dramaturgie der Ur-Geister Gerd Josef Weckbacher, Otmar Reinheimer, Herbert Frei, Siegfried Kern und Peter Diez.

Daß die Party Band DISCOVER nach Ende der Sitzung noch zum Tanz bis zur Geisterstunde einlud, sei hier nur am Rande erwähnt. Angenommen wurde das Angebot von etwa einhundert tanzwütigen Närrinnen und Narren, denn Uff’m Haamwech wurde hell …

Was ist noch erwähnenswert – In der Nachsitzung gab es für den Vizepräsidenten der Woi Geister und verdienten Fastnachter Siegfried Kern den Mainzer Stadtorden überreicht von Horst Maus.