AKK / Grandiose Woi-Geister-Sitzungen im Kasteler Bürgerhaus

von Peter Diez (zum Artikel)

5 Stunden närrische Show, Tanz, Humor, stürmischer Applaus, Meenzer Frohsinn und mittendrin Woody Feldmann in Superform.

Diesen Mix erlebten, im fantasievoll und aufwändig dekorierten Bürgerhaus Kastel, die närrischen Besucher der beiden Comedy-Sitzungen der Woi-Geister.

Die beiden Abende wurde schwungvoll durch den Einmarsch der Ranzengarde und am Samstag der Kasteler Jocus Garde eröffnet welche mit den mit karnevalistischem Sound sofort für die richtige Stimmung sorgten.

Am Samstag wurden die Woi-Geister durch die Audienz von seiner Tollität »Kinderprinz Finn I.« mit seiner Ordonanz Julian I. geehrt. Im Interview mit Woody Feldmann bewies Finn so viel närrische Schlagfertigkeit, das Woody sagte: »In 15 Jahren kannste hier meinen Job übernehmen«.

Da bei den Woi-Geistern auf närrische Unterstützung eines Komitees gänzlich verzichtet wird, leitete Woody Feldmann als witzige, charmante und souveräne Moderatorin zum abwechslungsreichen und bunten Programm über.

»Gentlewoman« Woddy Feldmann gab dann auch gleich die Bühne frei für die Eisbären von den eiskalten Brüdern Gonsenheim, die mit ihrem spannenden »Best of« für den ersten richtigen Schwung und närrische Einstimmung sorgten.

Mit Musik, Witz, großem schauspielerischem Talent und einem Wahnsinns-Outfit begeisterten die Schnorreswackler des GCV und brannten, mit den musikalischen »Rittern der Schwafelrunde«, ein wahres Narrenfeuerwerk ab.

Die in diesem Jahr 5×11 Jahre jubilierenden Schnorreswackler wurden mit der Vereinshymne Ghostbusters, die seit Anbeginn den Woi-Geistern gewidmet ist, belohnt. Als Zugabe bildeten die Schnorreswackler den a-cappella-Chor zur Hymne von Stimmwunder Woody Feldmann, ,,Super-Tupper-Schüsselche mit Deckel«. Mitsingen und frenetischer Beifall von dem Auditorium waren der Dank an die Akteure.

Das Ballett Manfred S. bot unter rhythmischem Applaus der Besucher mit Michael Jacksons »Ghost« eine atemberaubende Präsentation ihres Könnens, mit vielen tänzerischen Elementen und wahrhaft atemberaubenden Kostümen.

In seiner unnachahmlichen Art als Obermessdiener vom hohen Dom zu Mainz, war der Sitzungspräsident der Eiskalten Brüder und der Fernsehsitzung »Mainz bleibt Mainz«, Andreas Schmitt, ein Garant für Standing Ovations.

In einem wirklich exzellenten Vortrag erhielt vor allem die SPD und sonstige Politiker seine göttliche Kritik. »Die SPD hat soviel Prozente wie Eierlikör, aber Eierlikör hat wenigstens Eier.« Das Publikum kam aus der Bewunderung nicht heraus und dankte mit dem Schlachtruf »Woi-Geister« und enthusiastischem Beifall.

Olli Wiesmann mit seiner Band »Handkäs mit Musik« ließ es wieder einmal richtig krachen. Ihnen gelang es spielend, den Stimmungspegel im Saal nach oben schnellen zu lassen.

Thomas Becker und Frank Brunswig vom Gonsenheimer Carneval Verein brachten im Zwiegespräch als Spanier die Lachmuskeln der Narrenwelt in Wallung. Allein durch die lispelten Sprachkünste als Spanier und das Gitarrenspiel von Frank Brunswick. Zur Melodie von Barcelona von Freddie Mercury & Montserrat Caballé intonierten sie »Kein Kondom da«.

Zum ersten Mal auf der Woi-Geister-Bühne präsentierte sich das Männerballett aus Oppenheim. Typisch männlich mit viel Akrobatik tanzte sich das Ballett mit dem Thema »Der Fluch der Mumie« in alle Herzen der Sitzungsbesucherinnen. Männer, »Jungs« in aufsehen erregenden Kostümen – das gefällt den Närrinnen.

Gleich danach verstanden es die Rockeswackler den Saal zu »rocken«. Für die Formation unter Leitung von Martin Krawietz und Christian Spengler gab es tosenden Beifall, weil sie eine moderne jugendliche Fastnachtsmusik präsentierten. Kommentar aus dem Publikum »Die war’n so gut, wie uff de Stehung«.

Der Damen liebster Publikumsliebling Andy Ost brachte mit seiner Gitarre und seinen dem Publikum aus der vergangenen Zeit bekannten Liedern, die Herzen der Närrinnen zum dahinschmelzen. Zur Melodie von Cordula Grün dichtete er »Nach Wiesbaden zieh’n«.

Er zeigte sich dabei als fastnachtlich, musikalischer Entertainer, der nicht ohne mehrfache Zugabe von der Bühne kam. Im Duo mit Woody Feldmann – frei nach Andreas Gabaliers »Hulapalu« intonierte er zur Zugabe »Woody Woody Woody Woodiee« damit amüsierte er die närrischen Gäste köstlich, und riss diese zu Beifallsstürmen hin.

Die Brüder Andreas und Matthias Bockius rappten sich auf Anhieb in die Herzen der Woi-Geister Narrhalesen. Sie zeigten einmal mehr was sie so können! Sie sangen ihren diesjährigen modernen Fastnachts-Hit »Mit de Drahtberscht die Bratwerscht aus’m Bart berscht.« Der frisch designierte 05-Stadionsprecher Andreas Bockius zeigt dem Publikum, dass er der Richtige für den 05er Job ist.

Woody Feldmann moderierte und persiflierte gut gelaunt und gekonnt durch die närrischen Wogen der Abende. Oft verabschiedete Sie die Akteure, in den zu den Akteuren passenden Kostümen von der Rostra.

Etwas fürs Auge war der Auftritt 18 Damen vom Ballett »Fuego« mit einem fulminanten Tanz und spektakulären Kostümwechseln. Fuego ist schließlich seit Anbeginn ein fester Bestandteil der Woi-Geister-Sitzungen.

Simone Louis und Melanie Quint hatten wieder mit ihren Balletttänzerinnen ein ansprechendes Arrangement auf die Bühne gezaubert. Damit wird auch das enorme ehrenamtliche Engagement der Trainerinnen deutlich.

Ein Muss für eine echte Comedy Sitzung ist selbstverständlich der Auftritt von sehr bekannten Comedians. Matthias Jung bekannt durch Auftritte in Night-Wash und Quatsch Comedy Club startete danach seinen Angriff auf das Zwerchfell der Zuhörerschaft im Saal, zu Thema Helikoptereltern »meine Mutter war Chefin der Luftwaffe«.

Bei den Närrinnen und Narren rief der Auftritt vom Schwarzwälder Comedian Hansy Vogt (bekannt aus TV) als »Frau Wäber« frenetische Jubelrufe hervor. Er ließ aus dem Publikum fragen wie sein erstes Mal war. Seine Antwort »ich freu mich drauf«.

Im anschließenden Zwiegespräch mit Woody Feldmann brachte er den Saal dann zum Beben, Das närrische Auditorium wurde zu Beifallsstürmen und Standing Ovations hingerissen.

Der Abschlussknaller waren auch in diesem Jahr wieder das Duo Martin Heininger und Christian Schier, sie sind weit mehr als Kokolores-Garnitur. Eine Pointe nach der anderen strapazierte die Lachmuskeln des Publikums. Die beiden Ulk-Experten haben in diesem Jahr als Technik-Freaks, die Smart Speaker ALEXA und SIRI aufs Korn genommen und wieder einen super Vortrag präsentiert.

Zu guter Letzt wurde auch das noch getoppt von dem großen Finale mit Oliver Mager, dem Troubadour der Meenzer Fastnacht, welcher mit roter Nase und weißen Handschuhen über die Bühne wirbelte und mit seinen zahlreichen Fastnachtsevergreens das gesamte – auf den Stühlen stehende –  Publikum verzauberte.

Lieder wie »Moguntia« »Wir sind Mainzer« sind seit Langem Gassenhauer. Der Saal sang eifrig auch das neue Lied vom »Schoppe« mit. Wobei Närrinnen und Narren im Geist verschiedene Vorstellungen hatten.

Um es mit Oliver Mager zu sagen: »Und alle sagten beim nach Hause gehn, bei den Woi-Geistern war’s wieder wunderschön«. Die Choreografie und Dramaturgie der Woi-Geister-Sitzungen lag wieder in den bewährten Händen der Geister-Programm-Kommission unter Leitung von Gerd Weckbacher und Herbert Frei.

Woi-Geister-Präsident Udo Wiedmann dankte zum Schluß für den Einsatz aller Helfer und Geister-Aktiven. Er verabschiedete das Sitzungspublikum bis zur nächsten Kampagne.

Während der gesamten Veranstaltung sorgte die Band Take Four für ansprechende musikalische Begleitung und für die richtige Fassenachtsstimmung. Die Band Take Four spielte auch für die Tanzwütigen bis zur Geisterstunde. Fünf Stunden Prunksitzungen, Party bis in den Morgen dies war ein exzellenter Start in die Kampagne der Woi-Geister.

Die Verantwortlichen der Woi-Geister verzeichneten an diesem Wochenende einen Erfolg auf ganzer Linie. Ob Kokolores, politisch-literarische Fastnacht, Musik, Show oder Tanz. Fastnacht ist Kultur die Spaß macht – und alle hatten mächtig Spaß.