Keine Fastnacht ohne AKK – Keine AKK-Fastnacht ohne Stadtorden

on Peter Diez (zum Artikel)

Am Dienstag, dem 12. Februar 2019, wurden im Dyckerhoff Info Zentrum in Amöneburg 35 Karnevalisten verschiedener AKK-Vereine für ihr fastnachtliches Engagement mit dem Stadtorden der Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden ausgezeichnet.

Ohne das Engagement von Ehrenamtlichen wäre unsere Gesellschaft und somit die Traditionen der Fastnacht sehr viel ärmer. Die Karnevalsorden an den Kostümen der Narren gehen auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, genauer gesagt auf das Jahr 1824.

Damals fand in Köln der erste belegte Ordenstausch statt, eine Karnevalsprinzessin hatte als Gastgeschenk einen Orden überreicht und daraufhin ihrerseits einen Orden erhalten. Einst als Persiflage des Verhaltens der Obrigkeit gedacht, wirkt die Ordensverleihung bei den Karnevalisten oftmals recht nüchtern …

Es zeigte sich aber in Amöneburg, dass hinter den Stadtorden der Landeshauptstädte konkrete Überlegungen stecken, und diese tatsächlich eine Form von Auszeichnung sind, die man mit Stolz trägt. Denn so können andere Karnevalisten erkennen, daß die ausgezeichnete Person wirklich ein aktiver und verdienter Karnevalist ist.

Am Dienstagabend wurde die Veranstaltung in Anwesenheit des DACHO Jugend-Prinzenpaars durch die Humor begleitende Moderation von OB Sven Gerich, der Stadtverordneten Christa Gabriel und dem DACHO Vorsitzenden Simon Rottloff aufgelockert.

Selbstverständlich übernahm OB Michael Ebling mit AKK Dezernent Horst Maus die Verleihung der Mainzer Stadtorden. Die Oberbürgermeister  Michael Ebling und Sven Gerich lobten das herausragende Engagement der neuen Ordensträger und dankte ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz:

„Wenn man sieht, mit wie viel Zeit, Kraft und Herzblut sich diese Karnevalisten mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dem Allgemeinwohl widmen, mit welchem Tatendrang sie für Miteinander und Menschlichkeit aktiv sind, ganz ohne Aufhebens, dann wird deutlich, welch großen Beitrag sie zu einem guten Miteinander leisten.“

Diese Worte wurden ausgesprochen, vor der Überreichung der bunten Schmuckstücke an langen Bändern, welche mit metallischen Effekten glänzten.

Eine Sonderauszeichnung erhielt der Hans Dampf der AKK-Fastnacht, Herbert Fostel. Kein Verein für den er in AKK nicht in verschiedenen regionalen Zeitungen Artikel schreibt. Herbert Fostel erhielt aus den Händen von dem Mainzer OB Michael Ebling und von Horst Maus den Leporello. Der Leporello ist die bildliche Darstellung eines antiken Rosenmontagszugs – mit die höchste Mainzer Auszeichnung für einen Karnevalisten.

„Was die Fastnacht angeht, kommt das Datum jährlich von allein, und ebenso die Arbeit in den Vereinen“. Von den Woi-Geistern wurde Ingo Reinheimer mit dem Wiesbadener Stadtorden ausgezeichnet. Seit Anbeginn des Vereins der Woi-Geister kümmert er sich um alle Grafiken und Logos der Woi-Geister, pflegt Homepage und Newsletter. Kümmert sich um Layout und Druck des Heftchens. Last but not least ist er auch noch Offizier in der Mutter aller Garden, der Ranzengarde.

Der andere Woi-Geist, Christopher Kern ist nicht nur Gründungsmitglied der Woi-Geister, er ist auch überaus aktiver Ranzengardist. Er ist zuständig bei den Woi-Geistern für alles Technische, so auch Licht und Ton. Bringt sich auch stets übers Jahr aktiv im Verein ein. Für diese jahrelange Hilfe überreichte man ihm den Mainzer Stadtorden des Jahres 2019.

Die Gastgeber des Ordendefilees hatten ein närrisches Programm zusammengestellt. Neben Tanzdarbietungen von den KCV Minis, der Wiesbadener Stadtgarde, hat die Kostheimer Concordia mit Solosänger Christoph Stoiber die Veranstaltung musikalisch untermalt.

Ein weiteres Highlight war der fetzige Auftritt der Formation Castellum Show Band zum Finale der Ordensverleihung. Die wichtigsten Narrentermine wurden bei dem anschließenden Imbiß den Anwesenden Närrinnen und Narren nochmals in Erinnerung gerufen:

Die Stürmungen der Bürger- und Rathäuser und die Narrenumzüge. Zur Stürmung sagten die Verteidiger „In diesem Jahr sind wir besser vorbereitet als je zuvor.“ Na ja, man wird sehen.